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Dienstag, 07. September 2010

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Der Meißendorfer Waldfriedhof

Einweihung des Ehrenmales auf dem Meißendorfer Friedhof. Im Vordergrund Pastor Mangels
Einweihung des Ehrenmales auf dem Meißendorfer Friedhof. Im Vordergrund Pastor Mangels

- Auszug aus dem Geschichtsblatt No. 10 (1997) -

1949 schenkte Frau Elisabeth Schridde, geb. Wöhler (Timmenhof Nr. 3), der Gemeinde Meißendorf ein 3 Morgen großes Grundstück zur Herrichtung eines Friedhofes. Nachdem das Landeskirchenamt seine Zustimmung zur Anlegung des Friedhofes erteilt hatte, wurde ein Arbeitskreis bestehend aus Gemeindedirektor de Vries, Bürgermeister Hermann Ohlhoff, den Hofbesitzern Gustav Sönholz und Heinrich Heinrich Fricke, dem Schmiedemeister Wilhelm Soltau und dem Lehrer a.D. August Scheller mit der Planung des Friedhofes beauftragt.

Pfähle, Latten und Riegel wurden von allen Meißendorfer Bauern gestiftet; auch die Handwerker wollten nicht zurückstehen, jeder Meißendorfer - ob Alteingesessener oder Flüchtling - wollte seinen Teil zum Gelingen des Projektes beitragen, und so war das Friedhofsgelände bald eingefriedet.

Nach dem Entwurf des Gartenbauarchitekten Hemme aus Celle gestaltete der Winser Gärtnermeister Rehburg die Anlage. Noch im Jahr 1949 konnte mit dem Verkauf von Erbbegräbnisstätten begonnen werden und einen Friedhofsordnung erlassen werden.

Frau Buermester wurde als erste Tote auf dem neuen Waldfriedhof beigesetzt. Um diese erste Beisetzung rankt sich ein tragischer Meißendorfer "Schnack": Auf die Feststellung eines Meißendorfers nach Fertigstellung des Friedhofes: " Ja nun haben wir den schönen Friedhof, und keiner will der Erste sein," antwortete Gustav Sönholz: "Ik will't wol wesen!" Der liebe Gustav schaffte es nicht ganz, Buermesters Oma kam ihm einen Tag zurvor.

Am 14.11.1954 wurde auf dem Friedhof ein Ehrenmal in Form eines Findlings zum Gedenken an die Fefallenen der beiden Weltkriege eingeweiht. Der Meißendorfer Bürgermeister Heinrich Fricke und Pastor Mangels hielten Ansprachen, der Gesangsverein und der Posaunenchor umrahmten die anschließenden Kranzniederlegungen der Vereine und der Dorfgemeinschaft.