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Gemeinde Winsen (Aller)

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Aktuelles

veröffentlicht am: 20.03.2017
Autor: Gemeinde Winsen (Aller)

Auslegung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 51 „Schul- und Sportpark“

Die nachfolgende Bekanntmachung erfolgt nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches (BauGB) sowie des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) in der zurzeit gültigen Fassung.

Beschluss zur öffentlichen Auslegung
Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Winsen (Aller) hat am 14. März 2017 die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 51 „Schul- und Sportpark“, gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB), beschlossen. Gleichzeitig hat er dem Entwurf und der dazugehörigen Begründung mit Umweltbericht zugestimmt.

Ziel und Zweck der Planung
Ziel der Aufstellung ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines attraktiven Sport- und Freizeitparks, unter Einbeziehung der bereits bestehenden Freizeiteinrichtungen im Westen des Ortsteiles Winsen, zu schaffen.

Geltungsbereich
Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst eine Fläche von insgesamt ca. 11,96 ha. Er liegt am westlichen Ortsrand des Ortsteiles Winsen zwischen dem Moorbruchsweg im Norden und der Bannetzer Straße (L 180) im Süden. Die genaue Abgrenzung ist aus der Planzeichnung ersichtlich.

Der Entwurf des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 51 „Schul- und Sportpark“ mit der Begründung und Umweltbericht wird im Rahmen der öffentlichen Auslegung gemäß § 3 Abs.2 BauGB zur Einsichtnahme und Erläuterung in der Zeit vom

03. April 2017 bis einschließlich 05. Mai 2017

während der Öffnungszeiten der Verwaltung
Montag - Freitag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

im Flur des Niefindthauses, Am Amtshof 7, Fachbereich II, Fachdienst Gemeindeplanung u. Tiefbau, 29308 Winsen (Aller) zu jedermanns Einsicht öffentlich ausgelegt.

Es besteht auch die Möglichkeit einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme zu vereinbaren. Auskunft erteilt Herr Lohmann, Am Amtshof 7, Zimmer 0.02, Tel.: 05143/9888-95.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen, gerne auch per E-Mail an iris.sauer(at)winsen-aller.de, abgegeben werden.

Nach dieser Frist abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über diesen Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Umweltbezogene Informationen
Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind unter anderem verfügbar:

Aus der Stellungnahme des BUND Kreisgruppe Celle geht hervor, dass sie die Oberflächenentwässerung im Zusammenhang mit der Hochwasserproblematik als nicht deutlich dargestellt/geklärt ansieht. Die Voraussetzungen für eine Versickerung oder für die Anlage von Rückhalteflächen sind aufgrund der relativ großen Freiflächenanteile allerdings gegeben.

Des Weiteren teilen sie mit, dass aus der Planung nicht hervorgehe, wie die als Ausgleich geplanten Ruderalflächen durch Pflege für die Insekten und die Vogelwelt wertvoll gehalten werden und vor der übermäßigen Ausbreitung von Neophyten und beispielsweise Jakobskreuzkraut bewahrt werden. Eine detaillierte Kompensationsermittlung ist nun im Rahmen der Erstellung des Umweltberichtes erfolgt. Außerdem teilen sie mit, dass für die Zukunft in der Post-oil-Phase die Auswahl der fruchttragenden Bäume mit Vorteilen für die Menschen (Nüsse) auch für die Nahrung von Tieren wichtig ist. Dies wird in die textlichen Festsetzungen übernommen.

Ebenso findet der BUND die Flächen für Blütenpflanzen in der Planung nicht ausreichend berücksichtigt. Im Umfeld der geplanten Sportplätze sollen auch Grünflächen verbleiben, die nicht häufig gemäht werden und somit Raum für Blütenpflanzen verbleiben. Weiterhin wurde angemerkt, dass unter Straßen häufig belastete Böden eingebracht werden. Erkenntnisse über Vorkommen belasteter Böden im Plangebiet liegen derzeit nicht vor. Ein Einbau belasteter oder hochbelasteter Böden aus anderen Bereichen der Gemeinde sind nicht zulässig.

Sie regten weiterhin an, dass die Schaffung von Bruthöhlen am Gebäude, in den Bäumen der Umgebung und die regelmäßige Säuberung und Pflege planerisch berücksichtigt und umgesetzt werden sollten. Da laut dem zwischenzeitlich erstellten Umweltbericht keine maßgeblichen Auswirkungen auf die betreffenden Vogelarten zu befürchten sind, werden die angesprochenen Maßnahmen zur Kompensation des Eingriffes nicht erforderlich.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie weist in seiner Stellungnahme vom 12.08.2016 darauf hin, dass im Plangebiet Bereiche vorkommen, in denen besonders schutzwürdige Böden zu erwarten sind. Durch die Planung wird eine teilweise Versiegelung der Böden vorbereitet. Die Thematik des Schutzgutes Boden wird im Umweltbericht behandelt und dort entsprechend den gesetzlichen Vorgaben fachlich untersucht sowie die erforderlichen Vorkehrungen und Maßnahmen für das Schutzgut Boden festgelegt. Derzeit liegen keine Informationen zu Altlasten bzw. relevante Schadstoffbelastungen oder Kampfmittelfunden im Plangebiet vor.

Die Abteilung Wasserwirtschaft des Landkreises Celle weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass das Plangebiet Flächen einschließt, die als vorläufig gesichertes Überschwemmungsgebiet der Unteraller ausgewiesen sind. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass eine geplante Umverlegung oder Verrohrung des Moorbruchgrabens planfeststellungs- bzw. plangenehmigungsbedürftig ist. Für den Moorbruchsgraben ist eine Gewässerumlegung mit offener Grabenführung vorgesehen. Die notwendigen Planungen werden von der Gemeinde eingeleitet.

Die Abteilung Natur- und Landschaftsschutz weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass das verkehrliche Konzept , dass die Verlängerung der Erschließungsstraße bis zur K63 vorsieht, dahingehend überarbeitet werden sollte, dass die Planstraße möglichst weit nach Westen verschoben werden sollte, damit ein möglichst großer Abstand zwischen Straße und Rückhaltebecken/Kleingewässer eingehalten werden kann. Der genaue Verlauf der Trasse steht noch nicht fest und wird in einem späteren Verfahren thematisiert.

Außerdem wurde angeregt, zu prüfen, ob es sich bei dem Feldgehölz mit Übergang zum Birken- und Zitterpappel/Pionierwald, der nördlich der L180 liegt, um Wald im Sinne des Waldgesetzes handelt. Der Anregung wurde gefolgt und das Feldgehölz als „Fläche für Wald“ im Bebauungsplan festgesetzt.

Die NABU-Gruppe Winsen (Aller) weist in Ihrer Stellungnahme darauf hin, dass Maßnahmen ergriffen werden sollten, um mit künstlichen Nisthilfen an den neu zu pflanzenden Parkbäumen die Erhaltung der Vogelarten und Fledermäuse zu unterstützen. Der Umweltbericht hat ergeben, dass keine maßgeblichen Auswirkungen auf die nachgewiesenen Vogelarten und Fledermäuse zu befürchten sind. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden somit nicht zwingend als Kompensationsmaßnahmen erforderlich.

Des Weiteren baten sie darum, die durch die Eingriffsregelung zusätzlich benötigen Kompensationsflächen, ortsnah einzurichten. Die Flächen liegen zum einen in der Gemarkung Meißendorf und zum anderen Teil in der Region Hannover in der Gemeinde Wedemark, da im Gemeindegebiet keine vergleichbaren Flächen zur Verfügung stehen. Außerdem wurde angeregt, die im Norden des Bebauungsplanes vorhandenen ortsbildprägenden Eichen in den Plan maßstabsgerecht zeichnerisch aufzunehmen und bindend festzuschreiben, um sie zu schützen. Von einer Einmessung der Einzelbäume wird abgesehen, da sowohl durch die Grabenumlegung als auch durch die Anlage der Sportplätze Baumfällungen unvermeidbar sein werden und die voraussichtliche Anzahl erst mit der detaillierten Ausbauplanung feststehen wird.

Des Weiteren wurde vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein möglicher Verlauf der Straße aus der Erweiterungsoption des städtebaulichen Gesamtkonzeptes durch ein sehr sensibles naturfachliches Gebiet führen würde. Mittel- bis langfristig wird weiterhin eine verkehrliche Anbindung an die K 63 im Norden angestrebt. Der genaue Verlauf der Trasse steht aber noch nicht fest und wird in einem späteren Verfahren thematisiert.

Das Forstamt Fuhrberg sowie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen-Forstamt Südostheide teilten mit, dass sich innerhalb des Planbereichs ein Pionierwald aus überwiegend Birken und Aspen befindet. Dieser Wald soll als Fläche zur Erhaltung von Bäumen festgesetzt werden. Der Stellungnahme wird entsprochen und die Fläche künftig als „Fläche für Wald“ festgesetzt. Des Weiteren wurde mitgeteilt, dass sich nördlich der genannten Waldfläche und östlich des Schießstandes (künftiger Wohnmobilstellplatz) weitere Gehölze befinden, die möglicherweise auch Wald im Sinn des NWaldLG darstellen. Nach Überprüfung und Einstufung durch das Fachbüro alw weist die angesprochene Fläche keine Waldqualität im Sinn des NWaldLG auf, da die Bestände über eine nur geringe Breite verfügen, keine waldtypische Vegetation aufweisen und über kein waldtypisches Binnenklima verfügen.

Ein Bürger regte an, dass die Eichenreihe am Moorbruchsweg erhalten bleiben soll, ebenso die Eiche und die Salweide am Gildesweg westlich des Freibades. Die angesprochenen Baumstandorte sollen soweit möglich erhalten werden. Eine vollständige Sicherung z.B. der Eichenreihe am Moorbruchsweg wird aber bei Realisierung der Mehrzwecksportfläche und aufgrund der notwendigen Umlegung des Moorbruchgrabens nicht möglich sein.

Mit der Planung werden Baum- und Gehölzneuanpflanzungen innerhalb des Plangebietes eingefordert und zusätzlich externe Maßnahmenflächen aus Ausgleich vorgesehen.

Des Weiteren spricht sich der Bürger gegen die Fortführung der Planstraße zum Moorbruchsweg und weiter zur Meißendorfer Straße (K 63) aus. Auf dem Areal zwischen Kartoffelgärtengraben und Heidlandsweg befinden sich das Regenrück-haltebecken und ein vom NABU angelegter von Grundwasser gespeister Tümpel. Der Vorschlag wird mit dem späteren Bebauungsplanverfahren zur weiteren Führung der Planstraße geprüft.

Eine Bürgerin teilte mit, dass sie besorgt über das erhöhte Verkehrsaufkommen im Moorbruchsweg ist. Die Schulbusse sollen nicht von Norden über den Moorbruchsweg zur Schulbushaltestelle geführt werden, sondern über die Planstraße. Eine erhöhte verkehrliche Belastung