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Gemeinde Winsen (Aller)

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veröffentlicht am: 19.05.2017
Autor: Bürgermeister Oelmann

Barrierefreies Wohnen im Winser Ortskern

Jeder Mensch möchte über sein Leben längst möglich selbst bestimmen und nur in akuten Fällen Hilfe in Anspruch nehmen. Dieser Wunsch drückt sich auch in der Wohnsituation aus, die so geschaffen sein soll, dass innerhalb und im näheren Umfeld der Wohnung alles über kurze und barrierefreie Wege zu erreichen ist und Hilfe bei Bedarf schnell und unkompliziert angefordert werden kann.

Diese Erkenntnis ist nicht neu, vielmehr ist sie schon seit über zehn Jahren Grundlage für eine immer wieder geführte Diskussion in Verwaltung, Parteien, Verbänden, Vereinen und vor allem in der Bevölkerung. Die Realisierung verschiedenster Pläne, die in diesem Zusammenhang erstellt wurden, scheiterte bisher am mangelnden Platz im Ortskern und an nicht vorhandenen Investoren, die ein Projekt dieser Größenordnung in Winsen umsetzen wollten.

Doch jetzt sind wir einen erheblichen Schritt weiter, denn diese Schwierigkeiten sind ausgeräumt und die entsprechenden Ausschüsse und der Rat können sich nun erstmalig mit dem Antrag eines Investors auf Aufstellung eines Bebauungsplanes befassen, der die konkrete Umsetzung des barrierefreien Wohnens im Ortskern zum Ziel hat.

Und darum geht es: Ruhig gelegen und trotzdem mitten im barrierefreien Zentrum von Winsen entsteht eine Wohnanlage, die genau nach dem eingangs beschriebenen Wunsch konzipiert wurde. In unmittelbarer Nähe zu Ärzten, Geschäften des täglichen Bedarfs, Kultur- und Freizeitangeboten, Gastronomie und öffentlichen Nahverkehrsmitteln werden ca. 33 Wohnungen im verkehrsberuhigten Bereich entstehen, die je nach Größe sowohl für Singles und Paare gleichermaßen geeignet sind.

Die 24stündige Präsenz eines Pflegedienstes vor Ort ist ebenso vorgesehen wie die Ausstattung der Wohnungen mit Notfallschaltern. Hier soll ebenso wie für die zahlreichen Gemeinschaftsräumlichkeiten für Sport und Geselligkeit gelten, dass man alles nutzen kann, aber nichts nutzen muss. Jeder soll das zahlen, was er auch wirklich benötigt und nicht von Beginn eines Mietvertrages an z. B. schon eine Betreuungspauschale, die er noch gar nicht in Anspruch nimmt. So sieht es das Konzept vor und bildet damit ein erhebliches Unterscheidungsmerkmal zu vielen anderen am Markt vertretenen Wohnprojekten dieser Art ab.

Die überdurchschnittliche Versorgung mit Ärzten und Pflegeeinrichtungen sowie Handel, Nahversorgung und kulturellen Angeboten gibt den Bewohnerinnen und Bewohnern darüber hinaus das gute und sichere Gefühl, auch ohne Auto mobil und handlungsfähig zu sein. Der Begriff „familienfreundliche Gemeinde“ soll in Winsen nicht als schöne Worthülse dienen. Wir haben vielmehr erkannt, dass gerade auch die ältere Generation Bestandteil einer gelebten Familienfreundlichkeit sein muss und dies mit der Einrichtung eines Interner LinkFamilien- und Seniorenservicebüros zur Beratung und Vernetzung der einzelnen Generationen vor einigen Jahren schon dokumentiert.

Beweis für die Attraktivität unserer Gemeinde ist die entgegen dem Trend stetig zunehmende Bevölkerungszahl und die Vielzahl von Anfragen, die uns von Einwohnern und Auswärtigen unterschiedlichster Altersgruppen zu den verschiedensten Wohnmöglichkeiten in Winsen erreichen.

Dirk Oelmann
Bürgermeister