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veröffentlicht am: 20.12.2017
Autor: Landkreis Celle - Pressestelle

Landkreis will Vodafone Zuschlag als Pächter geben

Landrat informiert in Kreistagssitzung über Ergebnis der Breitband-Ausschreibung

CELLE. Der Landkreis Celle steht kurz vor der Vergabe des Pachtvertrages für das neue schnelle Glasfasernetz. Wie Landrat Klaus Wiswe in der heutigen Kreistagssitzung (19. 12. 2017) den Abgeordneten mitteilte, beabsichtigt der Landkreis, Vodafone als Pächter zu beauftragen. „Vodafone hat im Auswahlverfahren das beste Angebot vorgelegt. Wir sind froh, mit einem so starken Partner zusammenzuarbeiten, der international aufgestellt ist und viel Erfahrung mitbringt", sagt Landrat Klaus Wiswe.

Noch ist die Vergabe aber nicht endgültig. Unterlegene Bieter können bei der Vergabekammer Widerspruch einlegen. Mit dem Projekt, in das der Landkreis in den nächsten Jahren rund 46 Millionen Euro investieren will, sollen die bisher noch besonders schlecht versorgten Gebiete im Landkreis schnelles Internet bekommen.

Der Landkreis wird das Netz für den Pächter selbst bauen und dann an den professionellen Betreiber verpachten. Dabei hat sich der Kreistag auf Vorschlag der Verwaltung und der Experten für die sogenannte FTTB (Fiber-To-The-Building)-Variante entschieden. Das bedeutet, dass ein Glasfaseranschluss direkt bis zum Haus gelegt wird, und die Haushalte die Möglichkeit haben, eine Anschlussvariante mit Internetgeschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s (= 1.000 Mbit/s) zu bekommen." „Das ist das Zehn - bis Zwanzigfache dessen, was zur Zeit als Maximalleistung - und auch nicht überall - angeboten wird" erklärt der Landrat.

Allerdings wird das Projekt nur umgesetzt, wenn mindestens 40 Prozent der bisher unterversorgten Bevölkerung einen Vertrag mit dem Pächter unterzeichnen. Bei 13.000 Haushalten sind das rund 5.250 Verträge. Im Rahmen der bald beginnenden Vorvermarktungsphase haben die Bürger die Möglichkeit, bei Abschluss eines Vertrages den Glasfaserhausanschluss kostenfrei zu erhalten, sofern die Anschlusslänge nicht mehr als 20 Meter auf dem privaten Grundstück beträgt. Wer sich für einen solchen Anschluss entscheidet, wird dann einen Internetanschluss erhalten, der bis zu 1.000 MBit/s auch synchron möglich macht.

Landrat Klaus Wiswe wirbt bei den Grundstückseigentümern, sich für dieses Angebot zu entscheiden. „Hochleistungsinternet ist im privaten wie auch beruflichen Bereich schon heute von hoher Bedeutung und ein schneller Internetanschluss steigert den Wert jeder Immobilie" so Wiswe.

Nach endgültiger Vergabe wird Vodafone als voraussichtlicher Pächter im neuen Jahr alle betroffenen Haushalte genauer informieren.