Die Befestigung von öffentlichen Flächen ist untersagt

Dies gilt insbesondere für die Anlage von Stein- und Schottergärten

Die Gemeindeverwaltung musste in der jüngeren Vergangenheit vermehrt feststellen, dass öffentliche Flächen in unbefugter Weise befestigt wurden. Dies ist für die Gemeinde Winsen (Aller) im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht sowie den Klimaschutz, den Hochwasserschutz und den Naturschutz problematisch.

In manchen dieser Fälle haben Anwohnerinnen und Anwohner den Straßenseitenraum mit Schotter oder Kies bestückt, ohne dass die Gemeinde einen solchen Eingriff zuvor genehmigt hätte. Die Gestaltung von Stein- und Schottergärten übt hier in gleich mehrfacher Hinsicht einen schädlichen Effekt aus. Zum einen verdrängen solche Befestigungen das Straßenbegleitgrün, das einen nicht zu unterschätzenden Lebensraum darstellt: Die Gemeinde Winsen (Aller) verfügt über 154 km Gemeindestraßen und ca. 200 km Wirtschaftswege, was bei einer durchschnittlichen Breite des Straßenseitenraumes von 1 m eine Fläche von ca. 70 ha ausmacht.

Des Weiteren beeinflussen Stein- und Schottergärten das Stadtklima negativ, da sich diese Anlagen stärker aufheizen und sie die gespeicherte Wärme zusätzlich über Nacht abgeben. Schließlich unterbinden sie auch die Speicherung von Niederschlagswasser in der Bodenzone, welche in unserem Gebiet infolge der Heidesande ohnehin schon eingeschränkt ist. Insgesamt stellen diese Flächen, auch weil sie mit dem Einbringen von Wurzelsperren (Plastik) einhergehen, eine heute nicht mehr angemessene Flächennutzung dar.

Vor diesem Hintergrund lehnt die Gemeindeverwaltung die Anlage von Stein- und Schottergärten grundsätzlich ab. Die verantwortlichen Anwohnerinnen und Anwohner erhalten von der Gemeinde Winsen (Aller) sukzessive die Aufforderung, den ursprünglichen Zustand der öffentlichen Flächen wiederherzustellen.

Kontakt:

Kevin Findeisen
Fachbereich II
Fachdienst Gemeindeplanung u. Tiefbau

Tel.: 05143 / 9888 – 52
E-Mail: kevin.findeisen(at)winsen-aller.de