Leinenpflicht: Schnucken beweiden Winser Heidefläche

Ab sofort beweiden wieder Schnucken die Sandheidefläche am Ende der Wolthäuser Straße. Als Fluchttiere geraten diese Schafe schnell in Panik. Deshalb verweist die Gemeindeverwaltung mit Nachdruck auf die Pflicht der Hundehalter, ihre Tiere hier an der Leine zu führen. Zur Erinnerung an die Leinenpflicht wird die Verwaltung entsprechende Schilder aufstellen.

Die Beweidung durch die Heidschnucken, die von einer Schäferei zu Verfügung gestellt werden, wird sich voraussichtlich über zwei bis drei Wochen erstrecken. Es handelt sich um eine natürliche Maßnahme zur Landschaftspflege, die – der gewünschte Erfolg vorausgesetzt – in Zukunft jährlich wiederholt werden soll, um die Heidefläche dauerhaft zu erhalten. Sollte diese schonende Form der Beweidung allerdings verhindert werden, hätte die Verwaltung keine andere Wahl, als für den gleichen Zweck schwere Fahrzeuge einzusetzen.  

Die etwa 6,7 Hektar große Sandheidefläche befindet sich in einem schlechten Zustand. Sie leidet unter starker Vermoosung, hohen Rohhumusauflagen und Kiefern- und Birkenaufwuchs sowie unter Vergrasung und der Vergreisung der Heidepflanzen. Es sind somit intensive Maßnahmen erforderlich, um das Gebiet instand zu setzen. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeindeverwaltung bereits 2016 ein Pflege- und Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben, das als Grundlage für eine Revitalisierung dient. Um zu erreichen, dass sich die Sandheiden wieder ausbreiten, kann eine solche Wiederbelebung nur in Teilabschnitten durchgeführt werden. Mittlerweile haben die seit November 2017 umgesetzten Maßnahmen zu den gewünschten Ergebnissen geführt: Im vergangenen Jahr waren schon viele kleine Setzlinge der Heidepflanzen zu erkennen. Zudem konnte die Gemeinde im Jahr 2019 Fördermittel einwerben, so dass die finanziellen Voraussetzungen vorhanden sind, um das Projekt fortzuführen.